Willkommen

Hier zeigen wir eine Auswahl aus unserem umfangreichen Bestand an Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphik des 17. bis 20. Jahrhunderts, dekorativer Graphik sowie Ansichten und Landkarten oder wertvollen Büchern aller Themenbereiche bis hin zu Autographen, historischen Ansichtskarten und Fotografien.

Darüber hinaus bieten wir auch Antiquitäten und Kunsthandwerk verschiedener Epochen an.

Gern geben wir Ihnen Auskunft bei Fragen zu den angebotenen Werken oder schätzen einzelne Objekte und ganze Sammlungen.

Wir laden Sie zum Entdecken ein und freuen uns über einen Besuch in unserem Geschäft auf der Bautzner Straße 20 in Dresden Neustadt.

 

AKTUELL

PAUL HERRMANN (HENRI HÈRAN) (1864 München - 1946 Berlin). ZEIT. 1913. Schabkunst und Roulette. 57 x 44 cm (Pl.). 64,8 x 50,3 cm (Bl.). Mit Bleistift im unteren Rand links unleserlich bez. und Jahreszahl "14", rechts undeutlich bez. und signiert "Paul Herrmann". Singer 155, XII (von XIII). - Blatt gering beschnitten, lichtrandig mit Stockflecken. Die vorliegende Graphik des MalerRadierers Paul Herrmann - Chronos, mit erhobenem Fuß über Trümmer, Menschen- und Tierleichen schreitend und seine Sense ausholend - wurde vermutlich 1914 auf der "Großen Berliner Kunstausstellung" gezeigt, wie ein Klebezettel auf der Rückwand der Rahmung bezeugt. Nach künstlerischen Anfängen in Süddeutschland, lebte und arbeitete H. in New York und Chicago, 1895 ging er für 11 Jahre nach Paris, wo er den Namen Henri Héran annahm, u. a. mit Munch, Strindberg und Oscar Wilde befreundet war. 1896 begann sein graphisches Werk (183 Graph. bis 1914). Danach in Berlin, schuf er u. a. im Hotel Adlon dekorative Wand- und Deckenbilder.

ANGEBOTE

VICTOR PAUL MOHN Elblandschaft, 1895

 

GEORG SIEBERT Stillleben mit Humpen, Pfirsichen und Hagebutten

 

REISETAGEBUCH BÖHMEN - PRAG „Tagebuch über meine Reise nach Prag in den Pfingstferien 1836. Vom 20. - 29. Mai.“, mit einer Widmung auf dem Titelblatt: „Ihrer lieben Schwester … zur freundlichen Erinnerung Elise Naumann.“ und Namenszug: „Naumann.“. - 68 mit Feder beschriebene Blatt in altdeutscher Schreibschrift: 66 Bl. (im breiten Rand handschriftl. num.) und 2 Blatt (Titel mit Kapitelübersicht verso und Nachtrag weiterer Reisen: "Die Reise nach Töplitz machte ich mit meinen beiden Schwestern wieder vom 27. Juli 1839 an, und zwar so: ..."). - Zwischen dem Text befinden sich 5 Federzeichnungen in feiner, naiver Ausführung. Vor dem "Nachtragsblatt" ist eine gestochene Offerte eines Prager Hotels "Gasthofe zu den drei Linden" (Jean Musketier) eingeklebt, rückseitig mit Rechnungsformular (unausgefüllt) und am Schluss beigebunden ein „Panorma von Prag, aufgenommen im Gloriet des Gräflich Schönborn´schen Gartens am Laurenzberg.“, Kupferstich von Friedrich Geißler nach Vincenc Morstadt, aufgezogen auf weißes Leinen, 16 x 75 cm. Außerdem sind vor dem gefalteten Stich noch 3 lithogr. Bl. ( Taf. 1 - 3, wohl aus einem Buch) mit lateinischen Mitteilungen (Chirographorum) des 14. - 16. Jh. - 23 x 15 cm. Marmorierter Halblederband d. Zt. /beschriebene Blätter und Vorsätze gebräunt mit Stockflecken/

Das Tagebuch schrieb wahrscheinlich ein Lehrer (Naumann aus Leipzig?), der zusammen mit einem Pastor diese Reise nach Prag im Jahr 1836 unternahm. In 11 Kapiteln werden in minutiös beeindruckender Weise,  Reiseerlebnisse, Eindrücke, geschichtliche Begebenheiten und Anekdoten geschildert. Stationen sind: Dresden – Böhmen Töplitz – Prag – Besicht. Milleschauer – Umgebung von Töplitz. Schloßberg. Fasanerie. Schlackenburg. Billin. – Dresden – Leipzig. Später kamen diese Aufzeichnungen in den Besitz der Schwestern, wie aus der Widmung und dem Text zu entnehmen ist. Das gut erhaltene Unikat stammt aus dem Nachlass des Dresdner Kunsthändlers Aloys Apell. EUR 1.200